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lize spit: und es schmilzt
5plus magazin17 Rezensionen 17
Aus dem Niederländischen von Helga von Beuningen S. Fischer Verlag, 505 Seiten, € [D] 22,– | € [A] 22,70

Wir alle erinnern uns an den magischen Übergang zwischen unserer Kindheit und dem Erwachsenwerden. Diese Magie ist mit der Bezeichnung »Pubertät« nur äußerst ungenügend beschrieben. Denn die Entdeckung des eigenen Ichs wird von so vielen Faktoren bestimmt und ist bei jedem so grundsätzlich verschieden. Aber viele Gemeinsamkeiten gibt es eben doch. Und das macht vermutlich den Reiz aus, über diese wichtige Phase nicht nur zu lesen, sondern auch zu schreiben. Die Niederländerin Lize Spit treibt in ihrem Roman die Entdeckungslust von Jugendlichen in einem kleinen belgischen Dorf auf die Spitze. Mit Hilfe des gleichaltrigen Mädchens Eva machen zwei Freunde eine Art Contest unter den Mädchen ihres Ortes: Sie bewerten sie in verschiedenen Kategorien. Zentrales Zeremoniell ist ein Rätselspiel, das anfangs noch als harmloser »Strip-Poker« daherkommt, sich aber steigert und außer Kontrolle gerät. Vor dem Hintergrund sehr problematischer Familienverhältnisse ist der Roman mal rasend komisch und dann wieder abgrundtief pessimistisch und hoffnungslos. Die Leser von Janne Tellers Nichts werden dieses Buch lieben.  
stern k Ulrich Dombrowsky


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