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gerhard jäger: der schnee, das feuer, die schuld und der tod

Blessing, 400 Seiten, € [D] 22,99 | € [A] 23,70
Ein 80-jähriger Mann kommt aus Amerika nach Innsbruck, begibt sich ins Landesarchiv und vertieft sich in die Aufzeichnungen eines gewissen Max Schreiber, eines dazumal, 1951, jungen Historikers. Der begab sich in ein Bergdorf, um die Geschichte einer »Hexe« zu erforschen. Diese Erforschung trieb ihm in die Feindseligkeit der Dorfbevölkerung und in eine Lawinenkatastrophe sowie in eine Erfahrung von Schuld. Was will der 80-jährige Mann aus Amerika, warum ist er so intensiv hinter der Geschichte des Max Schreiber her, an der, während er die Aufzeichnungen liest, er uns viele Seiten lang teilhaben lässt? Natürlich lässt uns ein unbestimmter Verdacht um die Person des Amerikaners und die Geschichte des jungen Historikers aus dem Jahr 1951 nicht los. Und es entwickelt sich eine Symbiose des einen mit dem anderen und beider Obsessionen. Das Buch ist episch unterwegs, spannend, bedrückend, es geht um Mord und Liebe, aber auch um eine Naturkatastrophe, die die Menschen in diesem Dorf prägt und bestimmt. Wer war Max Schreiber, was ist nach dieser langen obsessiven Geschichte, die einen nicht mehr loslässt, die einen zum Finale hinpeitscht und quält, mit ihm passiert? Damals? Und wieso kann ein halbes Jahrhundert später einen alten Mann, diesen naiven und ehrlich fühlenden Historiker samt seiner gewaltigen Geschichte, in die er hineinschlitterte, so interessieren, dass er aus den USA nach Innsbruck fliegt, um es zu erfahren? Landschaften, Menschen und ihre Katastrophen … Sprachgewalt und Menschengewalt und ein 80-jähriger, der seine Forschungen endlich abschließen kann.
Erwin Riedesser
Ein 80-jähriger Mann kommt aus Amerika nach Innsbruck, begibt sich ins Landesarchiv und vertieft sich in die Aufzeichnungen eines gewissen Max Schreiber, eines dazumal, 1951, jungen Historikers. Der begab sich in ein Bergdorf, um die Geschichte einer »Hexe« zu erforschen. Diese Erforschung trieb ihm in die Feindseligkeit der Dorfbevölkerung und in eine Lawinenkatastrophe sowie in eine Erfahrung von Schuld. Was will der 80-jährige Mann aus Amerika, warum ist er so intensiv hinter der Geschichte des Max Schreiber her, an der, während er die Aufzeichnungen liest, er uns viele Seiten lang teilhaben lässt? Natürlich lässt uns ein unbestimmter Verdacht um die Person des Amerikaners und die Geschichte des jungen Historikers aus dem Jahr 1951 nicht los. Und es entwickelt sich eine Symbiose des einen mit dem anderen und beider Obsessionen. Das Buch ist episch unterwegs, spannend, bedrückend, es geht um Mord und Liebe, aber auch um eine Naturkatastrophe, die die Menschen in diesem Dorf prägt und bestimmt. Wer war Max Schreiber, was ist nach dieser langen obsessiven Geschichte, die einen nicht mehr loslässt, die einen zum Finale hinpeitscht und quält, mit ihm passiert? Damals? Und wieso kann ein halbes Jahrhundert später einen alten Mann, diesen naiven und ehrlich fühlenden Historiker samt seiner gewaltigen Geschichte, in die er hineinschlitterte, so interessieren, dass er aus den USA nach Innsbruck fliegt, um es zu erfahren? Landschaften, Menschen und ihre Katastrophen … Sprachgewalt und Menschengewalt und ein 80-jähriger, der seine Forschungen endlich abschließen kann.
Erwin Riedesser